standesamtliche Hochzeit

Wie man eine standesamtliche Hochzeit plant

Natürlich lieben wir die Festlichkeit – inklusive den Blumen, Kuchen und Kleider –, die zu einer traditionellen Hochzeit gehören. Aber wenn es darum geht, rechtlich den Bund fürs Leben zu schließen, ist nichts davon wirklich erforderlich.

Um offiziell “Ja” zu sagen, braucht es eigentlich nur einen Standesbeamten und ein paar Zeugen. Auch wenn viele denken, dass eine standesamtliche Zeremonie nur im Standesamt stattfinden kann, so kann sie eigentlich wirklich überall stattfinden. Und sie kann so aussehen udn gestaltet werden, wie ihr es möchtet.

Und eines ist noch wichtig. Der standesamtlichen Zeremonie sollte, egal ob in kleinem Kreis oder nur zu zweit, die gleiche Bedeutung wie einer größeren Hochzeitsfeier beigemessen werden. Die Momente sollten festgehalten werden, deshalb kann es sich lohnen, für diese besondere Zeit einen Fotografen zu engagieren. Ebenso kann es eine schöne Idee sein, sich um Haare und Make-up zu kümmern und vielleicht sogar einen Brautstrauß zu haben. Diese kleinen Details tragen dazu bei, dass die Zeremonie zu einem unvergesslichen und persönlichen Erlebnis wird.

Was ist eine standesamtliche Zeremonie?

Eine standesamtliche Zeremonie ist eine nicht-religiöse, rechtlich gültige Hochzeit, geleitet von einem amtlichen Standesbeamten. Diese Zeremonien finden meist im Standesamt statt und fokussieren auf die rechtlichen Aspekte der Eheschließung.

Euer Leitfaden zur Planung einer standesamtlichen Zeremonie

1. Plant rechtzeitig

Diese Liste gilt für Hochzeiten in Österreich

  • Heiratsurkunde beantragen:
    Informiert euch über das Verfahren zur Beantragung der Heiratsurkunde beim zuständigen Standesamt. Dies beinhaltet in der Regel das Einreichen persönlicher Dokumente wie Geburtsurkunden und Ausweise.
  • Terminvereinbarung:
    Erkundigt euch, wie und wann ihr einen Termin für die standesamtliche Trauung vereinbaren können. Es kann Wartezeiten geben, besonders an beliebten Tagen oder Standesämtern.
  • Gebühren und Kosten:
    Informiert euch über die anfallenden Gebühren für die standesamtliche Zeremonie, sowohl für die Trauung selbst als auch für benötigte Dokumente.
  • Besondere Bestimmungen:
    Informiert euch über spezielle Bestimmungen oder Einschränkungen, z. B. bei gemischtnationalen Ehen oder wenn einer der Partner bereits verheiratet war.
  • Ort der Zeremonie:
    Neben dem Standesamt können in Österreich auch andere Orte für die Trauung zugelassen sein. Erkundigt euch sich über mögliche Alternativorte.
  • Persönliche Gestaltung:
    Erfragt, inwieweit die Zeremonie persönlich gestaltet werden kann, z.B. durch eigene Musik, Gelübde oder Dekorationen.
Brautpaar

2. Entscheidet, wen ihr einladen wollt

Eine standesamtliche Trauung bedeutet nicht, dass ihr auf eine Gästeliste verzichten müsst, aber oft gibt es Grenzen, wie viele Gäste ihr mitbringen könnt. Überprüft immer die Regeln des Ortes eurer Zeremonie, bevor ihr Familienmitgliedern oder Freunden eine Einladung aussprecht.

Aber es gibt sehr gute Gründe nicht nur mit den Trauzeugen zum Standesamt zu gehen. Überlegt, eure Eltern und Geschwister für eine intime Feier einzuladen, oder fügt einige enge Freunde hinzu. Auch wenn ihr später eine kirchliche Hochzeit feiern werdet, ist dies der rechtlich zählt. Also ladet die euch Nahestehenden ein, um Teil davon zu sein.

Wie solltet ihr Gäste einladen? Wir schlagen vor, so persönlich wie möglich – besonders angesichts der kleinen Gästeliste. Wenn ihr Zeit habt, eine persönliche Einladungsnote zu senden, ist das sicher der beste Weg. Wenn ihr jedoch unter Zeitdruck steht, könnt ihr immer einen Anruf tätigen.

3. Plant eure Hochzeitsgarderobe

Je persönlicher die Hochzeit ist, desto besonders und unvergesslicher ist sie . Eine einfache Möglichkeit, dies zu erreichen, ist durch eure Kleidung. Sich richtig in Schale zu werfen – tragt etwas wirklich Besonderes. Und vor allem schließt ein Hochzeitskleid nicht aus.

Bringt euren eigenen Stil in die standesamtliche Zeremonie ein, indem ihr eure Outfits (ob neu oder aus eurem aktuellen Kleiderschrank) persönlich gestaltet.

Außerdem sorgt für professionelles Haarstyling und Make-up, damit ihr euch bei diesem wichtigen Meilenstein von eurer besten Seite zeigt.

4. Engagiert einige wichtige Dienstleister

Bei der Planung einer standesamtlichen Zeremonie ist es ratsam, einige wichtige Hochzeitsdienstleister zu engagieren.

Ein Fotograf kann die besonderen Momente des Tages einfangen, da die Zeremonie ein wichtiger Teil der Hochzeitsgeschichte ist. Standesamtliche Zeremonien können aufgrund ihrer Intimität besonders berührend und kraftvoll sein. Es kann überraschend emotional sein, die Gelübde in einem so persönlichen Rahmen auszutauschen. Die festgehaltenen Bilder solcher Momente sind eine wertvolle Erinnerung.

Und auch wenn ihr nachher kirchlich heiratet, die Anstellung eines Fotografen für die standesamtliche Zeremonie hat weiter Vorteile. Es ist eine sehr gute Möglichkeit, bereits im Vorfeld eine Beziehung aufzubauen. Dies kann dazu führen, dass das Paar am Hochzeitstag entspannter ist, was dem Fotografen wiederum hilft, die Ereignisse des Tages authentisch und mühelos festzuhalten.

Es ist auch wichtig, über weitere Details nachzudenken, die die Zeremonie bereichern könnten. Ein Brautstrauß oder ein Anstecker sind klassische Elemente, aber je nach Ort können auch weitere florale Akzente gesetzt werden. Traditionelle Elemente wie etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues können ebenfalls in die standesamtliche Zeremonie integriert werden, um sie mit der Hochzeitstradition zu verbinden.

5. Feiert eure offizielle Trauung

Ihr seid verheiratet! Markiert diesen Anlass auf eine Weise, die sich für euch besonders anfühlt, sei es mit Champagner und Cupcakes, einem Familienessen zu Hause oder einem Mittagessen nach der Zeremonie. Wenn ihr Zeugen oder Gäste habt, bezieht sie in den Spaß mit ein.

Nehmt euch dann etwas Zeit, um den Moment gemeinsam, oder auch alleine, zu genießen. Die Idee, eine Nacht in einem schönen Hotel zu buchen oder für ein Wochenende zu einem frühen Mini-Honeymoon aus der Stadt zu fahren, ist eine wunderbare Möglichkeit, diesen neuen Lebensabschnitt zu feiern.

Gründe eine standesamtliche Zeremonie zu planen

Sie ist weniger kostspielig

Standesamtliche Zeremonien können aus verschiedenen Gründen attraktiv sein, ein wichtiger ist jedoch der geringere Kostenfaktor. Wenn die standesamtliche Hochzeit nicht von einer religiösen Zeremonie und einer großangelegten Feier gefolgt wird, beschränken sich die Kosten auf die damit verbundenen Gebühren. Wenn Zeit ein wichtiger Faktor ist und ihr nicht warten könnt, euer gemeinsames Leben zu beginnen, kann ein schnelles rechtliches Verfahren attraktiver sein als die monatelange Planung, die größere Hochzeiten erfordern.

Ihr habt mehr Freiheit bei der Wahl des Veranstaltungsortes

Diejenigen, die eine abenteuerliche Hochzeit im Freien anstreben, könnten sich durch die Einschränkungen religiöser Zeremonien begrenzt finden – beispielsweise führt die katholische Kirche keine Trauungen außerhalb einer Kirche durch. Eine standesamtliche Zeremonie kann in diesem Fall wesentlich flexibler sein, was besonders für kreative Paare, die ihre eigene Zeremonie gestalten möchten, attraktiv sein kann.

Es kann familiäre Spannungen reduzieren

Nicht zuletzt kann die Familie ein ausschlaggebender Faktor sein. Wenn ihr mit komplizierten familiären Dynamiken zu tun habt, könnte eine standesamtliche Zeremonie mit nur wenigen Gästen der einfachste Weg sein.

Es erleichtert den Umgang mit unterschiedlichen Glaubensfragen

Paare aus verschiedenen Glaubensgemeinschaften können sich für eine standesamtliche Zeremonie entscheiden, um die Schwierigkeiten zu vermeiden, die bei der Berücksichtigung beider Religionen entstehen können. Gleichfalls bevorzugen nicht-religiöse Paare eventuell eine Zeremonie ohne religiösen Charakter, die besser zu ihren persönlichen Überzeugungen passt.